Freitag, 12.03.2010
Jemand hier in Hamburg...
...und hat am Sonntag, 21.3. zwischen 21 und 24 Uhr nichts gescheites zu tun? Dann schickt mir doch mal 'ne eMail - mir könnte es nämlich unter Umständen um diese Zeit genau so gehen...
Sonntag, 07.03.2010
Suchanfrage in eigener Sache...
Ich suche eine Art "Dokumentenmanagementsoftware" in einfachster Form.
Was genau brauche ich?
Ich möchte ein Programm mit einem Button "Dokument Scannen", dann möchte ich eine Seite nach der anderen auf den Scanner legen können, hinterher ein PDF davon haben und zu diesem dann Schlagworte eingeben, damit ich es hinterher auch wieder finde.
Ich glaube, der elektronische Leitz-Ordner ist genau sowas, der ist mir aber, da rein für den privaten Gebrauch, ehrlich gesagt zu teuer.
Idealerweise sollte es eine Freeware/Open Source sein, und noch idealerweise wäre es so einfach, daß sogar meine Mutter es bedienen kann! ;)
Kennt/benutzt irgendweretwas in der Art, was er/sie mir empfehlen kann?
Was genau brauche ich?
Ich möchte ein Programm mit einem Button "Dokument Scannen", dann möchte ich eine Seite nach der anderen auf den Scanner legen können, hinterher ein PDF davon haben und zu diesem dann Schlagworte eingeben, damit ich es hinterher auch wieder finde.
Ich glaube, der elektronische Leitz-Ordner ist genau sowas, der ist mir aber, da rein für den privaten Gebrauch, ehrlich gesagt zu teuer.
Idealerweise sollte es eine Freeware/Open Source sein, und noch idealerweise wäre es so einfach, daß sogar meine Mutter es bedienen kann! ;)
Kennt/benutzt irgendweretwas in der Art, was er/sie mir empfehlen kann?
Dienstag, 02.03.2010
Enttarnt?
Eben laufe ich durch den Laden und höre auf einmal hinter mir einen Gesprächfetzen zwischen 2 Kunden...
Kunde: Das ist oldschool!
...beim Umdrehen habe ich dann gesehen, daß es um eine gute, alte Cherry G83-6105 ging, die der eine von beiden wohl so richtig schön "oldschool" fand... ;)
Kunde: Das ist oldschool!
...beim Umdrehen habe ich dann gesehen, daß es um eine gute, alte Cherry G83-6105 ging, die der eine von beiden wohl so richtig schön "oldschool" fand... ;)
Montag, 01.03.2010
Völlig offtopic...
...aber ich hab' gerade ob eines Facebookdialoges zwischen mir und einer Freundin darüber, daß ihre neue Küche keinen Reis kochen kann, ein bißchen mit Bildbearbeitungssftware gespielt und kriege mich gerade nicht mehr ein vor Lachen!
...aber was red' ich, seht selbst!
...aber was red' ich, seht selbst!
Sonntag, 21.02.2010
Komische Ideen...
Noch eine Geschichte zum Thema DLAN:
Irgendwann letzte Woche war ein Kunde bei mir und wollte ein 230V-Erdkabel kaufen. Leider mußte ich ihm sagen, daß wir so etwas nicht im Sortiment haben.
Er erklärte mir dann, was er vorhat, um von mir zu hören, ob das so funktioniert:
Kunde: Ich habe das Nachbarhaus meiner Eltern gekauft und bin da jetzt eingezogen. Meine Eltern haben DSL und im Haus DLAN zur Verteilung. Jetzt möchte ich ein Kabel zu mir rüberlegen, damit ich das Internet auch bei mir nutzen kann.
Ich: Also, theoretisch wäre das natürlich so möglich. Praktisch frage ich mich allerdings, wenn Sie sowieso ein Kabel verlegen wollen, warum Sie dann nicht einfach ein Netzwerkkabel verlegen?
K: Na, weil ich so dann das DLAN auch bei mir im ganzen Haus nutzen kann!
Ich habe über diese Aussage an diesem Punkt noch nicht weiter nachgedacht...
I: Nun, DLAN ist ja eine Möglichkeit, quasi improvisiert ein vorhandenes, aber falsches, Übertragungsmedium für seine Netzwerkdaten zu nutzen. Das ist so, als hätte ich ein Gaswerk an einem Fluß und würde das Gas in Tankschiffen den Fluß runtertransportieren, weil das billiger und einfacher ist, als eine Gaspipeline zu bauen. Wenn ich jetzt ein Gaswerk auf der grünen Wiese habe, dann baue ich doch keinen Kanal bis dorthin, damit ich das Gas mit Schiffen transportieren kann, sondern ich baue eine Gaspipeline. Der Aufwand hierfür ist deutlich geringer und die Betriebskosten dürften im Verhältnis zum Nutzen ebenfalls deutlich geringer ausfallen! In Ihrem Fall würde ich also auch keine Stromleitung verlegen, die ich dann für den Datentransport mißbrauche, sondern ich würde direkt eine Datenleitung legen!
K: Aber wenn ich das mit einer Stromleitung mache, dann kann ich bei mir im Haus auch einfach irgendwo die DLAN-Box in eine Steckdose stecken und bin im Internet!
I: Nein, Sie können die DLAN-Box nur in die Steckdose stecken, die an der Leitung von drüben hängt!
K: Nein, ich würde an das Kabel einfach einen Stecker dranmachen und den bei mir in die Steckdose stecken! Dann hätte ich das DLAN bei mir im ganzen Haus!
In dem Moment bin ich dann beinahe umgekippt! Ich habe dem Mann höflich empfohlen, sich hierfür auf jeden Fall noch einmal einen Elektriker ins Haus zu holen und habe ihm noch die Möglichkeit aufgezeigt, das Netzwerk mit einem Netzwerkkabel zu sich ins Haus zu holen und dieses dann bei sich mit einem DLAN-Adapter ans Stromnetz anzuschließen und somit sein eigenes DLAN aufzumachen. Ich hoffe mal, daß er sich nicht doch irgendwo das Erdkabel besorgt und seinen Selbstmordstecker montiert!
Irgendwann letzte Woche war ein Kunde bei mir und wollte ein 230V-Erdkabel kaufen. Leider mußte ich ihm sagen, daß wir so etwas nicht im Sortiment haben.
Er erklärte mir dann, was er vorhat, um von mir zu hören, ob das so funktioniert:
Kunde: Ich habe das Nachbarhaus meiner Eltern gekauft und bin da jetzt eingezogen. Meine Eltern haben DSL und im Haus DLAN zur Verteilung. Jetzt möchte ich ein Kabel zu mir rüberlegen, damit ich das Internet auch bei mir nutzen kann.
Ich: Also, theoretisch wäre das natürlich so möglich. Praktisch frage ich mich allerdings, wenn Sie sowieso ein Kabel verlegen wollen, warum Sie dann nicht einfach ein Netzwerkkabel verlegen?
K: Na, weil ich so dann das DLAN auch bei mir im ganzen Haus nutzen kann!
Ich habe über diese Aussage an diesem Punkt noch nicht weiter nachgedacht...
I: Nun, DLAN ist ja eine Möglichkeit, quasi improvisiert ein vorhandenes, aber falsches, Übertragungsmedium für seine Netzwerkdaten zu nutzen. Das ist so, als hätte ich ein Gaswerk an einem Fluß und würde das Gas in Tankschiffen den Fluß runtertransportieren, weil das billiger und einfacher ist, als eine Gaspipeline zu bauen. Wenn ich jetzt ein Gaswerk auf der grünen Wiese habe, dann baue ich doch keinen Kanal bis dorthin, damit ich das Gas mit Schiffen transportieren kann, sondern ich baue eine Gaspipeline. Der Aufwand hierfür ist deutlich geringer und die Betriebskosten dürften im Verhältnis zum Nutzen ebenfalls deutlich geringer ausfallen! In Ihrem Fall würde ich also auch keine Stromleitung verlegen, die ich dann für den Datentransport mißbrauche, sondern ich würde direkt eine Datenleitung legen!
K: Aber wenn ich das mit einer Stromleitung mache, dann kann ich bei mir im Haus auch einfach irgendwo die DLAN-Box in eine Steckdose stecken und bin im Internet!
I: Nein, Sie können die DLAN-Box nur in die Steckdose stecken, die an der Leitung von drüben hängt!
K: Nein, ich würde an das Kabel einfach einen Stecker dranmachen und den bei mir in die Steckdose stecken! Dann hätte ich das DLAN bei mir im ganzen Haus!
In dem Moment bin ich dann beinahe umgekippt! Ich habe dem Mann höflich empfohlen, sich hierfür auf jeden Fall noch einmal einen Elektriker ins Haus zu holen und habe ihm noch die Möglichkeit aufgezeigt, das Netzwerk mit einem Netzwerkkabel zu sich ins Haus zu holen und dieses dann bei sich mit einem DLAN-Adapter ans Stromnetz anzuschließen und somit sein eigenes DLAN aufzumachen. Ich hoffe mal, daß er sich nicht doch irgendwo das Erdkabel besorgt und seinen Selbstmordstecker montiert!
Lösungsorientiert!
Ein älterer Kunde ist bei einem Kollegen von mir an der Reihe.
Kunde: Guten Tag! Ich möchte gerne den Geschäftsführer sprechen!
Kollege: Worum geht es denn? Samstags ist der Geschäftsführer nur sehr selten da, heute leider nicht. Aber vielleicht kann ich Ihnen ja auch helfen?
Ku: Nein, ich möchte bitte jetzt mit dem Geschäftsführer sprechen! Es geht mir gar nicht um Geld oder irgendetwas, aber ich brauche jetzt endlich eine Lösung für mein Problem!
Kollege: Es tut mir wirklich sehr leid, aber heute ist mein Chef einfach nicht da!
Ich mische mich ein, weil der Kollege "nur" eine studentische Aushilfe ist.
Ich: Guten Tag, mein Name ist $oldschool! Erzählen Sie doch einfach mal, was genau los ist. Vielleicht finden wir ja eine Lösung für Ihr Problem, und wenn nicht werde ich mich darum kümmern, daß mein Chef Sie am Montag direkt anruft! Aber schildern Sie mir doch erst einmal, was genau los ist!
Ku: Na, mein Rechner, der war jetzt schon so oft hier, und ich habe auch schon so viel bezahlt, und trotzdem klappt das immer noch nicht, und ich habe auch schon eine neue WLAN-Karte gekauft, und ich komme trotzdem noch nicht hin. Ich muß dringend überweisungen machen, und das geht alles nicht. Ich bin langsam wirklich verzweifelt und ich brauche jetzt endlich eine Lösung! Hier sind auch alle Unterlagen, die können Sie sich ja durchlesen, dann wissen Sie genau, was Sache ist. Ich will auch nichts gegen den Herrn Müller und den Herrn Schulz in Ihrem Service sagen, die sind ja immer sehr nett und hilfreich, aber die konnten mein Problem auch nicht lösen! Seien Sie mir nicht böse, es kann gut sein, daß ich hier gleich in Tränen ausbreche, so verzweifelt bin ich! Aber mir passiert im Moment so viel!
Er hebt seine Mütze ein wenig an und zeigt mir ein riesiges Pflaster, das quer über seinen Kopf geht, an seine Arm hat er auch einen Verband. Kurz darauf laufen tatsächlich ein paar Tränchen seine Backen herunter.
Ku: Sehen Sie, jetzt geht es schon los!
I: So, Herr der Name steht auf den Unterlagen Wittkowski, jetzt beruhigen Sie sich erst einmal. Setzen Sie sich da drüben vielleicht kurz hin, oder warten Sie hier bei mir einen Augenblick, wenn Ihnen das lieber ist, ich sehe mal kurz die Unterlagen durch und versuche, zu verstehen, was getan wurde, und dann finden wir gemeinsam bestimmt eine Lösung!
Ku: Nein, es geht schon wieder, ich muß mich nicht setzen!
Ich lese mir die Unterlagen durch. Der Kunde unterhält sich inzwischen noch ein bißchen mit meinem Kollegen, der ihn weiter beruhigt. Er hatte wohl vor einiger Zeit seinen Rechner von einem bekannten, Deutschlandweit agierenden Feinkosthandelsunternehmen bei uns abgegeben. Dieser stürzte ständig ab und lief auch wenn er lief nur noch sehr träge. Die Kollegen aus der Technik konnten das Problem auf das Mainboard zurückführen und schlugen einen Austausch vor. Das das Gehäuse des alten PCs ein Sonderformat hatte und auch die CPU auf kein aktuelles Board mehr passten, mußten Gehäuse und CPU gleich mitgetauscht werden. Sowohl das alte als auch das neue Board hatten WLAN on Board.
I: So, Herr Wittkowski, ich habe mir das jetzt durchgelesen. Der Rechner kam ja zu uns, weil er abstürzt und langsam lief. Um das zu beheben haben die Kollegen ja einen sehr umfangreichen Umbau vorgenommen. Tritt denn dieses Problem immer noch auf oder ist das wenigstens gelöst worden?
Ku: Nein, der neue Rechner läuft wunderbar, aber ich komme nicht mehr ins Internet! Ich muß doch so dringend Überweisungen machen! Ich will doch nur wissen, was ich machen soll, damit das funktioniert! Soll ich mir einen neuen Rechner kaufen? Dann mache ich das!
I: Nein, es sind ja schon die wichtigsten Komponenten ausgetauscht worden, wenn der Rechner jetzt läuft glaube ich nicht, daß Sie einen neuen brauchen werden! Aber was ist denn danach passiert? Sie sagen, daß Sie nicht mehr ins Internet kommen, und daß der Rechner mehrmals hier war?
Ku: Ja! Mit dem neuen Rechner bin ich nicht mehr ins Internet gekommen, also habe ich ihn wieder hergebracht. Der Herr Schulz hat das ausprobiert, aber er hat gesagt, daß der Rechner einwandfrei funktioniert und daß das Problem an der Verbindung zum Anschluß liegt. Er hat gesagt, daß vielleicht die Antenne von dem neuen Rechner zu schwach ist und hat mir eine neue WLAN-Karte eingebaut, aber mit der funktioniert es immer noch nicht!
I: OK, Herr Wittkowski, jetzt habe ich das glaube ich soweit verstanden. Das größte Problem ist, daß, damit Sie per Funknetzwerk ins Internet kommen, am Rechner einige Einstellungen gemacht werden müssen, die der Kollege hier nicht machen kann, die aber auch viele Leute zu hause überfordern. Fühlen Sie sich bitte nicht veralbert oder auf den Schlips getreten, wenn ich Ihnen jetzt einen ganz persönlichen und ehrlich gemeinten Rat gebe: Die definitiv allerbeste und einfachste Lösung für Ihr Problem wäre, wenn Sie ein Kabel vom Computer zum Internetanschluß verlegen könnten, denn damit hat man im Allgemeinen die wenigsten Probleme!
Ku: Ja, das ist lieb gemeint, aber das geht bei mir nicht! Ich müßte ein 20m langes Kabel über den Flur verlegen und ich sehe nicht mehr gut und wenn ich da drüberfalle, dann breche ich mir den Arm!
I: OK, das verstehe ich. Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit der Verbindung, die einfacher einzurichten ist als ein WLAN, nicht ganz so zuverlässig ist wie ein Kabel, aber meistens zuverlässiger als WLAN. Die Technik nennt sich DLAN und funktioniert über Ihr Stromnetz. Sie stecken eine kleine Box in eine Steckdose in der Nähe des Computers und eine in der Nähe des Telefonanschlusses. Dann verbinden Sie die eine Box mit ihrem Computer und die andere mit dem Anschluß, und dann sollte das ganze funktionieren. Ein Satz mit diesen 2 Kästchen kostet etwa 80€.
Ku: Das hört sich für mich gut an! Und da muß man wirklich nichts anderes machen, als die beiden Kästchen in die Steckdose stecken und anschließen?
I: Ja, genau! Die Datenübertragung läuft über das Stromnetz. Es gibt eine Wahrscheinlichkeit von 10-15%, daß das ganze nicht funktioniert, das hängt sehr stark von Ihrem Stromnetz ab, das können wir von hier aus nicht sagen, aber meistens klappt das recht gut!
Ku: Ich könnte Ihnen einen Grundriss aufzeichnen?!?
I: Nein, das hilft mir leider nicht, dafür müßte ich schon einen genauen Leitungsplan Ihrer Elektroinstallation haben. Herr Wittkowski, ich mache Ihnen jetzt einen Vorschlag: Sie kaufen bei mir jetzt das Set mit den beiden Kästchen und zusätzlich noch ein 20m-Kabel. Wenn Sie zu hause sind probieren Sie zuerst die beiden Kästchen aus, und wenn das funktioniert, dann bringen Sie mir irgendwann nächste Woche das Kabel zurück. Wenn die Kästchen nicht funktionieren, dann haben Sie immer noch das Kabel, können damit Ihren Computer anschließen und können am Wochenende in aller Ruhe Ihre Überweisungen machen und was Sie sonst noch an dringenden Sachen erledigen müssen. Am Montag melden Sie sich dann wieder und wir schauen in Ruhe und ohne Druck und Streß, was wir sonst noch für eine Lösung finden, notfalls müssen wir Ihnen einen Techniker nach hause schicken...
Ku: Ja, das machen wir so, Herr $oldschool!
Er nimmt beides mit und geht mit einem sehr zuversichtlichen Gesicht nach hause. Etwa eine halbe Stunde später steht er wieder im Laden, er hat das Kabel wieder dabei.
I: Guten Tag Herr Wittkowski, hat alles geklappt?
Ku: Ja, Herr $Oldschool! Alles ist wunderbar! Vielen, vielen Dank!!!
Kunde: Guten Tag! Ich möchte gerne den Geschäftsführer sprechen!
Kollege: Worum geht es denn? Samstags ist der Geschäftsführer nur sehr selten da, heute leider nicht. Aber vielleicht kann ich Ihnen ja auch helfen?
Ku: Nein, ich möchte bitte jetzt mit dem Geschäftsführer sprechen! Es geht mir gar nicht um Geld oder irgendetwas, aber ich brauche jetzt endlich eine Lösung für mein Problem!
Kollege: Es tut mir wirklich sehr leid, aber heute ist mein Chef einfach nicht da!
Ich mische mich ein, weil der Kollege "nur" eine studentische Aushilfe ist.
Ich: Guten Tag, mein Name ist $oldschool! Erzählen Sie doch einfach mal, was genau los ist. Vielleicht finden wir ja eine Lösung für Ihr Problem, und wenn nicht werde ich mich darum kümmern, daß mein Chef Sie am Montag direkt anruft! Aber schildern Sie mir doch erst einmal, was genau los ist!
Ku: Na, mein Rechner, der war jetzt schon so oft hier, und ich habe auch schon so viel bezahlt, und trotzdem klappt das immer noch nicht, und ich habe auch schon eine neue WLAN-Karte gekauft, und ich komme trotzdem noch nicht hin. Ich muß dringend überweisungen machen, und das geht alles nicht. Ich bin langsam wirklich verzweifelt und ich brauche jetzt endlich eine Lösung! Hier sind auch alle Unterlagen, die können Sie sich ja durchlesen, dann wissen Sie genau, was Sache ist. Ich will auch nichts gegen den Herrn Müller und den Herrn Schulz in Ihrem Service sagen, die sind ja immer sehr nett und hilfreich, aber die konnten mein Problem auch nicht lösen! Seien Sie mir nicht böse, es kann gut sein, daß ich hier gleich in Tränen ausbreche, so verzweifelt bin ich! Aber mir passiert im Moment so viel!
Er hebt seine Mütze ein wenig an und zeigt mir ein riesiges Pflaster, das quer über seinen Kopf geht, an seine Arm hat er auch einen Verband. Kurz darauf laufen tatsächlich ein paar Tränchen seine Backen herunter.
Ku: Sehen Sie, jetzt geht es schon los!
I: So, Herr der Name steht auf den Unterlagen Wittkowski, jetzt beruhigen Sie sich erst einmal. Setzen Sie sich da drüben vielleicht kurz hin, oder warten Sie hier bei mir einen Augenblick, wenn Ihnen das lieber ist, ich sehe mal kurz die Unterlagen durch und versuche, zu verstehen, was getan wurde, und dann finden wir gemeinsam bestimmt eine Lösung!
Ku: Nein, es geht schon wieder, ich muß mich nicht setzen!
Ich lese mir die Unterlagen durch. Der Kunde unterhält sich inzwischen noch ein bißchen mit meinem Kollegen, der ihn weiter beruhigt. Er hatte wohl vor einiger Zeit seinen Rechner von einem bekannten, Deutschlandweit agierenden Feinkosthandelsunternehmen bei uns abgegeben. Dieser stürzte ständig ab und lief auch wenn er lief nur noch sehr träge. Die Kollegen aus der Technik konnten das Problem auf das Mainboard zurückführen und schlugen einen Austausch vor. Das das Gehäuse des alten PCs ein Sonderformat hatte und auch die CPU auf kein aktuelles Board mehr passten, mußten Gehäuse und CPU gleich mitgetauscht werden. Sowohl das alte als auch das neue Board hatten WLAN on Board.
I: So, Herr Wittkowski, ich habe mir das jetzt durchgelesen. Der Rechner kam ja zu uns, weil er abstürzt und langsam lief. Um das zu beheben haben die Kollegen ja einen sehr umfangreichen Umbau vorgenommen. Tritt denn dieses Problem immer noch auf oder ist das wenigstens gelöst worden?
Ku: Nein, der neue Rechner läuft wunderbar, aber ich komme nicht mehr ins Internet! Ich muß doch so dringend Überweisungen machen! Ich will doch nur wissen, was ich machen soll, damit das funktioniert! Soll ich mir einen neuen Rechner kaufen? Dann mache ich das!
I: Nein, es sind ja schon die wichtigsten Komponenten ausgetauscht worden, wenn der Rechner jetzt läuft glaube ich nicht, daß Sie einen neuen brauchen werden! Aber was ist denn danach passiert? Sie sagen, daß Sie nicht mehr ins Internet kommen, und daß der Rechner mehrmals hier war?
Ku: Ja! Mit dem neuen Rechner bin ich nicht mehr ins Internet gekommen, also habe ich ihn wieder hergebracht. Der Herr Schulz hat das ausprobiert, aber er hat gesagt, daß der Rechner einwandfrei funktioniert und daß das Problem an der Verbindung zum Anschluß liegt. Er hat gesagt, daß vielleicht die Antenne von dem neuen Rechner zu schwach ist und hat mir eine neue WLAN-Karte eingebaut, aber mit der funktioniert es immer noch nicht!
I: OK, Herr Wittkowski, jetzt habe ich das glaube ich soweit verstanden. Das größte Problem ist, daß, damit Sie per Funknetzwerk ins Internet kommen, am Rechner einige Einstellungen gemacht werden müssen, die der Kollege hier nicht machen kann, die aber auch viele Leute zu hause überfordern. Fühlen Sie sich bitte nicht veralbert oder auf den Schlips getreten, wenn ich Ihnen jetzt einen ganz persönlichen und ehrlich gemeinten Rat gebe: Die definitiv allerbeste und einfachste Lösung für Ihr Problem wäre, wenn Sie ein Kabel vom Computer zum Internetanschluß verlegen könnten, denn damit hat man im Allgemeinen die wenigsten Probleme!
Ku: Ja, das ist lieb gemeint, aber das geht bei mir nicht! Ich müßte ein 20m langes Kabel über den Flur verlegen und ich sehe nicht mehr gut und wenn ich da drüberfalle, dann breche ich mir den Arm!
I: OK, das verstehe ich. Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit der Verbindung, die einfacher einzurichten ist als ein WLAN, nicht ganz so zuverlässig ist wie ein Kabel, aber meistens zuverlässiger als WLAN. Die Technik nennt sich DLAN und funktioniert über Ihr Stromnetz. Sie stecken eine kleine Box in eine Steckdose in der Nähe des Computers und eine in der Nähe des Telefonanschlusses. Dann verbinden Sie die eine Box mit ihrem Computer und die andere mit dem Anschluß, und dann sollte das ganze funktionieren. Ein Satz mit diesen 2 Kästchen kostet etwa 80€.
Ku: Das hört sich für mich gut an! Und da muß man wirklich nichts anderes machen, als die beiden Kästchen in die Steckdose stecken und anschließen?
I: Ja, genau! Die Datenübertragung läuft über das Stromnetz. Es gibt eine Wahrscheinlichkeit von 10-15%, daß das ganze nicht funktioniert, das hängt sehr stark von Ihrem Stromnetz ab, das können wir von hier aus nicht sagen, aber meistens klappt das recht gut!
Ku: Ich könnte Ihnen einen Grundriss aufzeichnen?!?
I: Nein, das hilft mir leider nicht, dafür müßte ich schon einen genauen Leitungsplan Ihrer Elektroinstallation haben. Herr Wittkowski, ich mache Ihnen jetzt einen Vorschlag: Sie kaufen bei mir jetzt das Set mit den beiden Kästchen und zusätzlich noch ein 20m-Kabel. Wenn Sie zu hause sind probieren Sie zuerst die beiden Kästchen aus, und wenn das funktioniert, dann bringen Sie mir irgendwann nächste Woche das Kabel zurück. Wenn die Kästchen nicht funktionieren, dann haben Sie immer noch das Kabel, können damit Ihren Computer anschließen und können am Wochenende in aller Ruhe Ihre Überweisungen machen und was Sie sonst noch an dringenden Sachen erledigen müssen. Am Montag melden Sie sich dann wieder und wir schauen in Ruhe und ohne Druck und Streß, was wir sonst noch für eine Lösung finden, notfalls müssen wir Ihnen einen Techniker nach hause schicken...
Ku: Ja, das machen wir so, Herr $oldschool!
Er nimmt beides mit und geht mit einem sehr zuversichtlichen Gesicht nach hause. Etwa eine halbe Stunde später steht er wieder im Laden, er hat das Kabel wieder dabei.
I: Guten Tag Herr Wittkowski, hat alles geklappt?
Ku: Ja, Herr $Oldschool! Alles ist wunderbar! Vielen, vielen Dank!!!
Freitag, 19.02.2010
Ach, und, ähm...Björn...
...Dein Paketbote müßte morgen etwas vorbeibringen! ;)
Wäre das dramatischer, ich hätte einen Anspruch auf den Darwin-Award...
Noch schnell was privates...jetzt haben schon so viele drüber gelacht, jetzt dürft Ihr auch noch:
Ich war neulich für eine Woche im Kleinwalsertal zu einem Lehrgang der Bergwacht. 5 Tage lang Skifahren, teilweise unter erschwerten Bedingungen, z.B. mit dem Ackja.
Ich habe es tatsächlich geschafft, 5 Tage lang Unfall- und Verletzungsfrei Ski zu fahren (und das, obwohl ich vorher 14 Jahre lang nicht mehr auf den Dingern stand!), und mir dafür...
Ich war neulich für eine Woche im Kleinwalsertal zu einem Lehrgang der Bergwacht. 5 Tage lang Skifahren, teilweise unter erschwerten Bedingungen, z.B. mit dem Ackja.
Ich habe es tatsächlich geschafft, 5 Tage lang Unfall- und Verletzungsfrei Ski zu fahren (und das, obwohl ich vorher 14 Jahre lang nicht mehr auf den Dingern stand!), und mir dafür...
Donnerstag, 18.02.2010
Frau Pappkarton!
Ich kann Ihnen versichern: Ehe ich den Fluß Styx überquere, werde ich mich auf jeden Fall mit letzter Kraft zu einem Internetterminal schleppen (Das WLAN auf der Fähre soll ziemlich miserabel sein), um in Ihrem Blog einen diesbezüglichen Kommentar abzugeben.
Vorher gilt wie gehabt:
Die Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben!
Ich weiß, ich habe seit Monaten nicht gebloggt, was mit verschiedenen Dingen zu tun hat. Sehr große "Erschütterungen" in meinem Leben über die ich nichts erzählen kann und will (Keine Panik, alles wieder in Ordnung) und Veränderungen in meinem Job, die mir das bloggen sehr schwer gemacht haben.
Ich versuche, wieder etwas mehr zu schreiben, aber die Frequenz wird definitiv auch weiterhin deutlich unter der früheren Zeit liegen.
Das hat auch mit der Theorie zu tun, dieder Kommentatordie Kommentatorin Simop aufgestellt hat:
Da ist definitiv sehr viel dran! Gerade, wenn man aus der Anonymität raus bloggt muß man viele potentielle Einträge filtern, weil man damit Gefahr laufen würde, sich zu verraten...
Vielen dank für die vielen Kommentare! Es ist definitiv schön, zu sehen, daß ich vermißt werde!
Euer
Oldschool
Vorher gilt wie gehabt:
Die Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben!
Ich weiß, ich habe seit Monaten nicht gebloggt, was mit verschiedenen Dingen zu tun hat. Sehr große "Erschütterungen" in meinem Leben über die ich nichts erzählen kann und will (Keine Panik, alles wieder in Ordnung) und Veränderungen in meinem Job, die mir das bloggen sehr schwer gemacht haben.
Ich versuche, wieder etwas mehr zu schreiben, aber die Frequenz wird definitiv auch weiterhin deutlich unter der früheren Zeit liegen.
Das hat auch mit der Theorie zu tun, die
Na ja, anfangs schreibt man die gesammelten Anektoden der gefühlten letzten 100 Jahre - nur sind die irgendwann zu Papier äh... Blog gebracht, und man muss auf das aktuelle Auftreten von Ereignissen warten - und die sind halt doch nicht so häufig...
Da ist definitiv sehr viel dran! Gerade, wenn man aus der Anonymität raus bloggt muß man viele potentielle Einträge filtern, weil man damit Gefahr laufen würde, sich zu verraten...
Vielen dank für die vielen Kommentare! Es ist definitiv schön, zu sehen, daß ich vermißt werde!
Euer
Oldschool
Leichte Verwechselung...
Beide für den Einkauf zuständigen Mitarbeiter waren heute nicht da, und ein Kollege aus dem Großhandel brauchte dringend eine Sonderbestellung für einen seiner Kunden. Da es sich um einen großen Posten handelte (115 mal sollte es ein Teil im von mir geschätzten Wert von ca. 40€ EK-Preis sein) und ich zu diesem Lieferanten den besten Bezug habe kümmerte ich mich um den Kontakt.
Lieferant: *firma* Deutschland, Müller, guten Tag!
Ich: Guten Tag Herr Müller, $oldschool, Firma $MYSHOP hier. Ich bräuchte mal einen Preis für Ihre Artikelnummer 0815/4711 für 115 Stück und müßte wissen, ob Sie die bis Mitte nächster Woche liefern könnten.
L: Ups...da muß ich mich erst erkundigen, ob die beim Hersteller auf Lager sind. 18 Stück habe ich lagernd, alles darüber hinaus muß ich selbst erst nachordern. Der Preis wäre 32,50€/Stück, ich melde mich gleich wieder bei Ihnen, wenn ich genaueres weiß!
I: Super, vielen Dank!
Ich rufe den Kollegen an...
Vertriebsfuzzi: $MYSHOP, $Vertriebsfuzzi hier, was kann ich für Sie tun?
I: Ja, hi, ich bin's. Das Ding kostet 32,5€, 18 Stück hat er auf Lager, um den Rest kümmert er sich gerade...
V: WTF? ZWEIUNDDREISSIG EURO? Ich habe hier einen Zielpreis von 4€ stehen!
I: Nee, das kann beim besten Willen nicht stimmen...4€ ist völlig unrealistisch...
V: Oh...ähm...Thomas...ich fürchte, Du wirst mich gleich umbringen...das steht hier so ein bißchen blöd...ich habe hier einen Zielpreis von 115€ stehen und brauche davon vier Stück!
...mein Lieferant hatte zum Glück noch nicht die Pferde scheu gemacht, als ich ihn wieder angerufen habe...und für meinen Kollegen muß ich mir noch eine angemessene Strafe überlegen!
Lieferant: *firma* Deutschland, Müller, guten Tag!
Ich: Guten Tag Herr Müller, $oldschool, Firma $MYSHOP hier. Ich bräuchte mal einen Preis für Ihre Artikelnummer 0815/4711 für 115 Stück und müßte wissen, ob Sie die bis Mitte nächster Woche liefern könnten.
L: Ups...da muß ich mich erst erkundigen, ob die beim Hersteller auf Lager sind. 18 Stück habe ich lagernd, alles darüber hinaus muß ich selbst erst nachordern. Der Preis wäre 32,50€/Stück, ich melde mich gleich wieder bei Ihnen, wenn ich genaueres weiß!
I: Super, vielen Dank!
Ich rufe den Kollegen an...
Vertriebsfuzzi: $MYSHOP, $Vertriebsfuzzi hier, was kann ich für Sie tun?
I: Ja, hi, ich bin's. Das Ding kostet 32,5€, 18 Stück hat er auf Lager, um den Rest kümmert er sich gerade...
V: WTF? ZWEIUNDDREISSIG EURO? Ich habe hier einen Zielpreis von 4€ stehen!
I: Nee, das kann beim besten Willen nicht stimmen...4€ ist völlig unrealistisch...
V: Oh...ähm...Thomas...ich fürchte, Du wirst mich gleich umbringen...das steht hier so ein bißchen blöd...ich habe hier einen Zielpreis von 115€ stehen und brauche davon vier Stück!
...mein Lieferant hatte zum Glück noch nicht die Pferde scheu gemacht, als ich ihn wieder angerufen habe...und für meinen Kollegen muß ich mir noch eine angemessene Strafe überlegen!
Donnerstag, 31.12.2009
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht!
Kurze Vorgeschichte, im Nachhinein nachgefragt:
Am 23.12. kam ein Kunde in den Laden, hat mit den Worten "Sie haben eine Nebelmaschine für 59€, die hätte ich gerne, und einen Kanister Nebelfluid!" besagte Produkte gekauft und war nach kurzer Zeit wieder draußen.
Gestern stand dieser Kunde dann vor mir und die Nebelmaschine auf der Theke.
Kunde: Die muß ich zurückgeben. Da ist gar kein Licht mit dran! Bei Ihnen im Internet steht, daß da Licht mit dran ist!
Sh*t! Ist da 'ne falsche Beschreibung in unserem Webshop?
Ich mache unseren Webshop auf und rufe die Beschreibung der Nebelmaschine auf, finde aber nichts. Ich drehe dem Kunden den Monitor zu und frage ihn, wo da etwas von Licht steht.
K: Na, da steht es doch: "Nebelmaschine (Lichteffekt)"!
Ich: Oh, ich verstehe. Nun, eine Nebelmaschine gehört nunmal zu den Lichteffekten, weil sie die Wirkung von Lichteffektgeräten verstärkt, aber das ist aber lediglich eine Produktklassifizierung, das hat nichts damit zu tun, daß sie selbst leuchtet!
K: Das habe ich aber so verstanden!
I: Ich muß ehrlich sagen, ich habe noch nie eine Nebelmaschine mit eingebautem Licht gesehen!
K: Doch! Das gibt's!!!einself
I: OK, ist mir aber völlig unbekannt!
K: Doch, sowas gibts! Das gibt es auch bei dem großen Elektronikmarkt, der mal in der Elbestraße war! Den kennen Sie doch bestimmt! Der macht auch Versand!
I: Elektronikmarkt? Elbestraße? Versand? Hier in $MYTOWN?
K: Ja, klar, den müssen Sie auch kennen!
I: Meinen Sie vielleicht Conrad-Electronic? Die waren aber nie hier in $MYTOWN!
K: Ja, genau! Conrad! Und die waren hier in der Elbestraße!
I: Nein, Conrad ist nur in $NÄCHSTEGROSSSTADT und in $NÄCHSTEKLEINSTADT.
K: Auf jeden Fall muß ich die zurückgeben! Das war ein Geschenk für meine Tochter. Die ist ziemlich enttäuscht! Ich habe da ja etwas völlig falsches verkauft bekommen! Das ist auch nur einmal gelaufen! Das Fluid behalte ich auch!
Na Klasse, benutzt ist das Ding auch noch. Ich mache die Packung auf, schraube den Deckel auf und schaue in den Tank. Drin schwappen Reste von Nebelfluid herum. Super. Entweder ich sage es dem nächsten Kunden und er will nur noch die Hälfte bezahlen. Oder ich sage es ihm nicht, und er kommt wieder und ist stinkig, weil ich ihm ein "altes Gerät" verkauft habe.
I: OK, in dem Fall muß ich das mit meinem Chef klären, ob ich die Nebelmaschine zurücknehmen darf. Einen Augenblick bitte!
Ich gehe zum Chef und erzähle ihm alles. Antwort ist Nein.
I: Mein Chef möchte die Maschine leider nicht zurücknehmen.
K: Dann möchte ich bitte den Chef sprechen!
Irgendwie hatte ich das erwartet...ich bringe ihn zum Chef und gehe zurück an meine Kasse. Ich schaue mal bei Conrad nach. Die Suchfunktion bringt zum Suchwort "Nebelmaschine" 10 Ergebnisse, aber nichts mit Licht. Ich sage meinem Chef bescheid, der ist gerade selbst mit dem Kunden am schauen.
K: Ich rufe jetzt mal meine Tochter an!
Ich gehe zurück an meine Kasse, bediene weiter Kunden, irgendwann kommt der Kunde wieder zu mir.
K: Wir haben es gefunden! Schauen Sie mal bei Conrad unter "Fog Flower"!
Tatsächlich, da gibt es genau das, was der Kunde sucht: Eine Nebelmaschine mit einem eingebauten Moonflowereffekt.
K: Ich muß ganz ehrlich sagen, ich bin ziemlich enttäuscht! Ich bin hier falsch beraten worden, und jetzt habe ich 10€ weniger wiederbekommen, nur weil die Nebelmaschine einmal benutzt wurde!
Ich habe dann nicht mehr mit ihm diskutiert, habe nur meinem Chef erzählt, was er mir noch gesagt hat. Das Beste: Der Vorschlag, 10€ weniger zu erstatten, kam von dem Kunden!!!
Am 23.12. kam ein Kunde in den Laden, hat mit den Worten "Sie haben eine Nebelmaschine für 59€, die hätte ich gerne, und einen Kanister Nebelfluid!" besagte Produkte gekauft und war nach kurzer Zeit wieder draußen.
Gestern stand dieser Kunde dann vor mir und die Nebelmaschine auf der Theke.
Kunde: Die muß ich zurückgeben. Da ist gar kein Licht mit dran! Bei Ihnen im Internet steht, daß da Licht mit dran ist!
Sh*t! Ist da 'ne falsche Beschreibung in unserem Webshop?
Ich mache unseren Webshop auf und rufe die Beschreibung der Nebelmaschine auf, finde aber nichts. Ich drehe dem Kunden den Monitor zu und frage ihn, wo da etwas von Licht steht.
K: Na, da steht es doch: "Nebelmaschine (Lichteffekt)"!
Ich: Oh, ich verstehe. Nun, eine Nebelmaschine gehört nunmal zu den Lichteffekten, weil sie die Wirkung von Lichteffektgeräten verstärkt, aber das ist aber lediglich eine Produktklassifizierung, das hat nichts damit zu tun, daß sie selbst leuchtet!
K: Das habe ich aber so verstanden!
I: Ich muß ehrlich sagen, ich habe noch nie eine Nebelmaschine mit eingebautem Licht gesehen!
K: Doch! Das gibt's!!!einself
I: OK, ist mir aber völlig unbekannt!
K: Doch, sowas gibts! Das gibt es auch bei dem großen Elektronikmarkt, der mal in der Elbestraße war! Den kennen Sie doch bestimmt! Der macht auch Versand!
I: Elektronikmarkt? Elbestraße? Versand? Hier in $MYTOWN?
K: Ja, klar, den müssen Sie auch kennen!
I: Meinen Sie vielleicht Conrad-Electronic? Die waren aber nie hier in $MYTOWN!
K: Ja, genau! Conrad! Und die waren hier in der Elbestraße!
I: Nein, Conrad ist nur in $NÄCHSTEGROSSSTADT und in $NÄCHSTEKLEINSTADT.
K: Auf jeden Fall muß ich die zurückgeben! Das war ein Geschenk für meine Tochter. Die ist ziemlich enttäuscht! Ich habe da ja etwas völlig falsches verkauft bekommen! Das ist auch nur einmal gelaufen! Das Fluid behalte ich auch!
Na Klasse, benutzt ist das Ding auch noch. Ich mache die Packung auf, schraube den Deckel auf und schaue in den Tank. Drin schwappen Reste von Nebelfluid herum. Super. Entweder ich sage es dem nächsten Kunden und er will nur noch die Hälfte bezahlen. Oder ich sage es ihm nicht, und er kommt wieder und ist stinkig, weil ich ihm ein "altes Gerät" verkauft habe.
I: OK, in dem Fall muß ich das mit meinem Chef klären, ob ich die Nebelmaschine zurücknehmen darf. Einen Augenblick bitte!
Ich gehe zum Chef und erzähle ihm alles. Antwort ist Nein.
I: Mein Chef möchte die Maschine leider nicht zurücknehmen.
K: Dann möchte ich bitte den Chef sprechen!
Irgendwie hatte ich das erwartet...ich bringe ihn zum Chef und gehe zurück an meine Kasse. Ich schaue mal bei Conrad nach. Die Suchfunktion bringt zum Suchwort "Nebelmaschine" 10 Ergebnisse, aber nichts mit Licht. Ich sage meinem Chef bescheid, der ist gerade selbst mit dem Kunden am schauen.
K: Ich rufe jetzt mal meine Tochter an!
Ich gehe zurück an meine Kasse, bediene weiter Kunden, irgendwann kommt der Kunde wieder zu mir.
K: Wir haben es gefunden! Schauen Sie mal bei Conrad unter "Fog Flower"!
Tatsächlich, da gibt es genau das, was der Kunde sucht: Eine Nebelmaschine mit einem eingebauten Moonflowereffekt.
K: Ich muß ganz ehrlich sagen, ich bin ziemlich enttäuscht! Ich bin hier falsch beraten worden, und jetzt habe ich 10€ weniger wiederbekommen, nur weil die Nebelmaschine einmal benutzt wurde!
Ich habe dann nicht mehr mit ihm diskutiert, habe nur meinem Chef erzählt, was er mir noch gesagt hat. Das Beste: Der Vorschlag, 10€ weniger zu erstatten, kam von dem Kunden!!!
Donnerstag, 24.12.2009
Schon der erste April?
...und gleich noch ein produktiver Beitrag hinterher.
Vor einigen Tagen bin ich mit stumbleupon auf eine/n Geschichte/Satire/Webcomic gestoßen, in der es darum ging, daß Kunden sich beschwert haben/beschweren könnten, daß trotz der Installation von Windows 7, das ja Touchscreen-Funktionen hat, sich ihr Computer nicht mit den Fingern auf dem Monitor bedienen läßt. Ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang dies genau stand, finde es auch nicht mehr.
Ich habe jedenfalls den Kopf geschüttelt und mir gesagt: "SO naiv kann doch kein Kunde sein!!!"
Gestern ereignete sich folgendes:
Kunde: Sie kennen sich doch bestimmt auch mit Computern aus, oder?
Ich: Ja, worum geht es denn?
K: Ich habe da jetzt das Windows 7 installiert und mein Monitor funktioniert nicht. Es gibt doch Monitore, die für Windows 7 geeignet sind?
I: Es gibt Monitore, auf denen das so steht, das ist richtig, aber das ist in etwa so sinnvoll, wie auf einen Golf zu schreiben, daß er für die Autobahn geeignet ist.
K: Aber mein Monitor geht nicht!
I: Was heißt denn "geht nicht" genau? Haben Sie gar kein Bild? Oder sieht es komisch aus? Oder was ist los?
K: Nein, mein Bild ist in Ordnung, aber ich kann Windows nicht mit dem Finger auf dem Bildschirm bedienen!
Die letzten Tage waren stressig, deswegen habe ich hier noch nicht geschaltet...
I: Ach, Sie haben einen Touchscreen!?! Ist der denn auch mit 2 Kabeln an den Computer angeschlossen?
K: Was meinen Sie mit 2 Kabeln?
I: Na, der muß mit einem Monitorkabel, also VGA, DVI oder HDMI angeschlossen sein und zusätzlich mit einem USB-Kabel!
K: Nein, der hat nur einen VGA-Anschluß! Sonst nichts!
I break together!
...vielleicht hätte ich ihn auf diesen Download hinweisen sollen?
Vor einigen Tagen bin ich mit stumbleupon auf eine/n Geschichte/Satire/Webcomic gestoßen, in der es darum ging, daß Kunden sich beschwert haben/beschweren könnten, daß trotz der Installation von Windows 7, das ja Touchscreen-Funktionen hat, sich ihr Computer nicht mit den Fingern auf dem Monitor bedienen läßt. Ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang dies genau stand, finde es auch nicht mehr.
Ich habe jedenfalls den Kopf geschüttelt und mir gesagt: "SO naiv kann doch kein Kunde sein!!!"
Gestern ereignete sich folgendes:
Kunde: Sie kennen sich doch bestimmt auch mit Computern aus, oder?
Ich: Ja, worum geht es denn?
K: Ich habe da jetzt das Windows 7 installiert und mein Monitor funktioniert nicht. Es gibt doch Monitore, die für Windows 7 geeignet sind?
I: Es gibt Monitore, auf denen das so steht, das ist richtig, aber das ist in etwa so sinnvoll, wie auf einen Golf zu schreiben, daß er für die Autobahn geeignet ist.
K: Aber mein Monitor geht nicht!
I: Was heißt denn "geht nicht" genau? Haben Sie gar kein Bild? Oder sieht es komisch aus? Oder was ist los?
K: Nein, mein Bild ist in Ordnung, aber ich kann Windows nicht mit dem Finger auf dem Bildschirm bedienen!
Die letzten Tage waren stressig, deswegen habe ich hier noch nicht geschaltet...
I: Ach, Sie haben einen Touchscreen!?! Ist der denn auch mit 2 Kabeln an den Computer angeschlossen?
K: Was meinen Sie mit 2 Kabeln?
I: Na, der muß mit einem Monitorkabel, also VGA, DVI oder HDMI angeschlossen sein und zusätzlich mit einem USB-Kabel!
K: Nein, der hat nur einen VGA-Anschluß! Sonst nichts!
I break together!
...vielleicht hätte ich ihn auf diesen Download hinweisen sollen?
Frohe Weihnachten, allerseits!
So, ein für mich anstrengendes und stressiges, aber auch sehr schönes und Ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu und wir versammeln uns mal wieder unter den Weihnachtsbäumen dieser Welt.
Allen Lesern dieses (aufgrund der beiden oben zuerst genannten Adjektive zur Zeit sehr kargen) Blogs möchte ich von Herzen schöne Weihnachtsfeiertage und alles, alles gute fürs neue Jahr wünschen!
Allen Lesern dieses (aufgrund der beiden oben zuerst genannten Adjektive zur Zeit sehr kargen) Blogs möchte ich von Herzen schöne Weihnachtsfeiertage und alles, alles gute fürs neue Jahr wünschen!
Samstag, 21.11.2009
Klugscheisser!
Kleine Einführung:
Wir verkaufen Netzwerkdosen als Unterputz und als Aufputzversionen. Die Aufputzdosen sind letztendlich die gleichen Dosen wie die Unterputz, es ist aber zusätzlich noch ein Rahmen zur Aufputzmontage dabei. Auf der Verpackung der Aufputzdose und in unserer Artikelbeschreibung steht "Aufputz- und Unterputzmontage".
Ein Kunde hat Netzwerkkabel gekauft.
Kunde: Dann brauche ich noch 3 Netzwerkdosen.
Ich: Aufputz oder Unterputz?
K: Unterputz!
Der Kunde hängt sich quer über die Theke um auf meinen Monitor zu gucken, was ich sowieso schon nicht mag.
I: Ich würde Sie bitten, nicht auf meinen Monitor zu schauen, wenn ich ihn nicht zu Ihnen drehe, denn darauf können auch vertrauliche Informationen stehen! Also, Sie brauchen 3 Netzwerkdosen, Unterputz. Da Sie Cat5-Kabel gekauft haben nehme ich an, daß Sie auch Cat5-Dosen wollen?
K: Ja, Cat5. Die Dosen mit diesem...ähm...Rahmen, die Sie da haben!
I: Also Aufputzdosen?
K: Nein, Unterputz!
I: Dann weiß ich nicht, was Sie für einen Rahmen meinen?
K: Na, den um die Dosen Aufputz zu montieren!
I: Also wollen Sie Aufputzdosen?!?
K: Nein, da steht auch Unterputz drauf!
I: Ja, das ist korrekt, diese Dosen können sowohl Auf- als auch Unterputz verwendet werden. Trotzdem ist es am einfachsten, wenn Sie mir sagen, was sie brauchen. Sie möchten also die Auf- und Unterputz haben?
K: Ja!
Ich gehe in den Keller und hole die Dosen, komme wieder hoch und lege sie ihm hin.
K: Sehen Sie! Da steht es genau so drauf, wie ich gesagt habe! Unterputz und Aufputz!
Wir verkaufen Netzwerkdosen als Unterputz und als Aufputzversionen. Die Aufputzdosen sind letztendlich die gleichen Dosen wie die Unterputz, es ist aber zusätzlich noch ein Rahmen zur Aufputzmontage dabei. Auf der Verpackung der Aufputzdose und in unserer Artikelbeschreibung steht "Aufputz- und Unterputzmontage".
Ein Kunde hat Netzwerkkabel gekauft.
Kunde: Dann brauche ich noch 3 Netzwerkdosen.
Ich: Aufputz oder Unterputz?
K: Unterputz!
Der Kunde hängt sich quer über die Theke um auf meinen Monitor zu gucken, was ich sowieso schon nicht mag.
I: Ich würde Sie bitten, nicht auf meinen Monitor zu schauen, wenn ich ihn nicht zu Ihnen drehe, denn darauf können auch vertrauliche Informationen stehen! Also, Sie brauchen 3 Netzwerkdosen, Unterputz. Da Sie Cat5-Kabel gekauft haben nehme ich an, daß Sie auch Cat5-Dosen wollen?
K: Ja, Cat5. Die Dosen mit diesem...ähm...Rahmen, die Sie da haben!
I: Also Aufputzdosen?
K: Nein, Unterputz!
I: Dann weiß ich nicht, was Sie für einen Rahmen meinen?
K: Na, den um die Dosen Aufputz zu montieren!
I: Also wollen Sie Aufputzdosen?!?
K: Nein, da steht auch Unterputz drauf!
I: Ja, das ist korrekt, diese Dosen können sowohl Auf- als auch Unterputz verwendet werden. Trotzdem ist es am einfachsten, wenn Sie mir sagen, was sie brauchen. Sie möchten also die Auf- und Unterputz haben?
K: Ja!
Ich gehe in den Keller und hole die Dosen, komme wieder hoch und lege sie ihm hin.
K: Sehen Sie! Da steht es genau so drauf, wie ich gesagt habe! Unterputz und Aufputz!
Freitag, 20.11.2009
Wie, das geht?
Kunde: Guten Tag! Ich versuche mal, zu beschreiben, was ich brauche! Es gab doch früher am Comptuter die großen, runden Stecker für die Tastatur. Dann gab es die kleinen, und dann USB. Ich habe jetzt einen Computer, der hat den alten, großen Anschluß, aber nur eine Tastatur mit dem neueren, kleinen Stecker. Dafür bräuchte ich jetzt einen Adapter!
Ich hole den Adapter, legen ihn dem Kunden hin und kassiere.
Kunde: Wissen Sie, eigentlich brauche ich an dem Rechner gar keine Tastatur, aber wenn ich keine dran habe, dann bleibt der Rechner beim Starten immer stehen!
Ich (strohtrocken): Dann drücken Sie doch F1!
K: Wie bitte?
I: Na, drücken Sie doch F1!
K: Und dann?
I: Dann geht es weiter!
K: Wie, das geht?
I: Na, das steht doch dann da! "Keyboard Error! Press F1 to continue!"
K: Dann brauche ich ja gar keinen...ähm...Moment, wie soll ich denn F1 drücken?
I (grinsend): Tschuldigung...mußte sein...alter Informatikerwitz!
K: Hahaha...sehr gut! Ich wäre fast drauf reingefallen!
Ich hole den Adapter, legen ihn dem Kunden hin und kassiere.
Kunde: Wissen Sie, eigentlich brauche ich an dem Rechner gar keine Tastatur, aber wenn ich keine dran habe, dann bleibt der Rechner beim Starten immer stehen!
Ich (strohtrocken): Dann drücken Sie doch F1!
K: Wie bitte?
I: Na, drücken Sie doch F1!
K: Und dann?
I: Dann geht es weiter!
K: Wie, das geht?
I: Na, das steht doch dann da! "Keyboard Error! Press F1 to continue!"
K: Dann brauche ich ja gar keinen...ähm...Moment, wie soll ich denn F1 drücken?
I (grinsend): Tschuldigung...mußte sein...alter Informatikerwitz!
K: Hahaha...sehr gut! Ich wäre fast drauf reingefallen!


