Archiv für den Monat: Juli 2006

Privates

Up, up and away!

Ich verabschiede mich hier mal für ‘ne Woche…werde die Zeit mit meinen Geschwistern und deren Kindern verbringen…

…ich hoffe, ich kann nächste Woche dann wieder auf Eure werte Leserschaft zählen…

…und wer weiß…vielleicht finde ich dort ja sogar einen Internetzugang und kann ein bißchen Fernbloggen…ein paar Sachen habe ich noch im Hinterkof…

WörldWeitWeb

Auflaufkinder

..ich hätte gerne eine Portion Kinderauflauf und dazu einen Beilagensalat!

ohne Worte…

Lieferanten

Kabelzug…

Achtung!

Niveau-Spoiler!

Menschen die sich für niveauvoller halten als ihre Umwelt sollten nicht auf “weiterlesen” klicken…

…allen anderen wünsche ich viel Spaß mit dem Flyer, den ich heute von einem Lieferanten bekommen habe.
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Lieferanten

Die sind doch nicht ganz dicht!

Letzte Woche habe ich für einen Kunden Zubehör für einen GPS-Empfänger eines bekannten Herstellers im Gesamtwert von 650? bestellt. Seine Frau hat die Sachen am Dienstag abgeholt.

Unter anderem war dabei eine CD mit Seekarten. Bei diesen Karten ist zwar sämtliches Kartenmaterial eines Erdteiles vorhanden, es müssen die einzelnen Seeregionen jedoch mit teuren Freischaltcodes aktiviert werden. Ein solcher Freischaltcode (Wert immerhin 269?) ist im Lieferumfang enthalten.

Gestern war der Kunde dann bei mir, mit der Frage, wo der Freischaltcode sei. Die CD war in einer normalen CD-Hülle, lag auf einer Unterlage aus 2 bedruckten Pappscheiben und war zusammen mit diesen in eine Blisterverpackung eingeschweißt.
Die CD hat er herausgeschnitten, den Rest so zusammengelassen wie er war.
Auf der CD war zwar hinten eine Seriennummer, diese war jedoch nicht der Freischaltcode.

Da es sich bei den Seekarten um eine Sonderbestellung handelte, die ich auch vorher nie in den Händen hatte, mußte ich beim Hersteller anrufen und nachfragen, wo sich der Freischaltcode befindet.

Antwort:
Zwischen den beiden Pappscheiben steckt eine Karte mit dem Freischaltcode!

…bei vielen Kunden (unter Umständen auch bei mir) wäre die Verpackung direkt im Müll gelandet. Vor allem auch, weil von außen kein auch nur annähernd deutlicher Hinweis darauf angebracht war, daß 1. der Freischaltcode sich am angegebenen Ort befindet und 2. der Code auf der CD-Hülle NICHT der Freischaltcode ist!

*Koppschüddel*

WörldWeitWeb

Offline-Berufsblog

Gerade eben bei SPON entdeckt:

Sozusagen ein “Offline-Berufsblog”…eine Chefsekretärin, die die besten Geschichten aus ihrem Berufsleben in ein Buch gepackt hat.

Aci, ich möchte gerne einmal ISBN 3821856335 bestellen! ;)

…ich werd’s mir wohl auf jeden Fall mal angucken!

Kundenfrust

Da gibt es nichts mehr zu reden!

Mal wieder ‘was längeres…

Manche Leute sind der Meinung, die ganze Welt würde nur existieren, um ihre Wünsche zu erfüllen, und das kostenlos.

Der Besitzer einer Großwäscherei rief mich vor einiger Zeit an und brauchte für eine seiner Maschinen einen speziellen Pufferakku. Er konnte den Akku weder großartig beschreiben noch sah er sich in der Lage, ihn mir vorbeizubringen, damit ich ihn selbst sehen kann. Er hatte lediglich eine Bezeichnung aus dem Service-Manual der Maschine für mich. Da Akkubezeichnungen oft alles andere als eindeutig sind konnte ich mit der Bezeichnung erstmal nichts anfangen.

Ich hab’ dann also Google angeschmissen und nach zuverlässigen Informationen und am besten einer Abbildung zu dieser Bezeichnung gesucht. Es war sogar ein Akku, den ich mir in meinem Kopf schon in eine Art engere Auswahl gepackt und dem Kunden auch schon beschrieben hatte, aber er konnte mit meiner Beschreibung nicht viel anfangen.

Das Problem: Den Akku habe ich nicht standardmäßig auf Lager, da er sehr selten gebraucht wird. Er brauchte aber bis möglichst gestern eine Lösung des Problems, da er jeden morgen früher aufstehen und seine Maschine programmieren muß, da diese beim Ausschalten einen kompletten Gedächtnisverlust erleidet.

Ich habe ihm die üblichen Lösungen vorgeschlagen:
- ein kleinerer Knopfakkupack, der zwar natürlich eine geringere Kapazität hat, was aber bei täglichem Einschalten der Maschine keinerlei Auswirkungen haben wird. Nein, das will ich nicht riskieren!
- ein deutlich größerer Akkupack mit gleicher Spannung und höherer Kapazität, den man irgendwo im Gerät unterbringt und dann einfach ein Kabel an die Stelle verlegt, wo der Originalakku sitzt. Nein, so ein Gefrickel will ich nicht, außerdem ist in der Maschine kein Platz mehr!

Also blieb nur, den Akku zu bestellen. Ich habe ihm also den Akku für 9,90€ angeboten. Ein fairer Preis!

Das ganze war Donnerstags nachmittags, am Wochenende wollte er die Maschine gerne reparieren. Wenn ich wollte, daß die zwei Akkus bis zum Wochenende da sind, mußte ich sie sofort und vor allem einzeln bestellen, denn eine größere Bestellung hätte mein Lieferant nicht mehr bis zur Abholung seiner Pakete durch den Paketdienst kommissioniert bekommen.

Das heißt:

- Mindermengenzuschlag, weil ich nicht über den Mindestumsatz pro Bestellung komme: 5,-€
- Portokosten, weil ich erstrecht nicht über den Mindestumsatz für Versandkostenfreie Lieferung komme: 4,90€
- Dazu noch ein zum Zeitpunkt der Nachfrage nicht genauer festzustellender Expresszuschlag, damit das Päckchen sicher am nächsten Tag da ist.

Ich habe dem Kunden also mitgeteilt, daß ich ihm die Akkus bis zum nächsten Tag die Akkus besorgen kann, daß sie aber aufgrund für mich höherer Kosten dann 19,90€ pro Stück kosten würden.

K: Ja, ich brauch sie halt. Bestellen Sie sie mir!
V: Ich bräuchte dann noch kurz eine formlose Bestätigung der Bestellung per Fax…
K: Och, wissen Sie, ich bin gerade in der Wäscherei, habe hier kein Faxgerät zur Verfügung, meine Frau ist auch nicht zu hause, ich habe kein Benzin mehr und ‘n platten Reifen. Ich habe nicht genug Geld für’n Taxi. Mein Smoking kommt nicht aus der Reinigung. Ein alter Freund von auswärts ist zu Besuch. Jemand hat mein Auto geklaut. Da war ein Erdbeben. Eine schreckliche Flutwelle. Es ist nicht meine Schuld, ich schwöre es!!
V: Tief durchatmend Ist OK, ich bestelle Ihnen den Akku so, ich hoffe, Sie kommen den auch wirklich abholen!
Lächerlich! Ein Gewerbebetrieb ohne die Möglichkeit, mal eben ein Fax zu verschicken…
K: Natürlich hole ich den ab! Ich brauche den doch!

Es kam natürlich zum Supergau! Mein Paket ist beim Paketdienst im falschen Container gelandet und fand sich dann in $BUNDESLAND_DAS_VON_MEINEM_WEITESTMÖGLICH_ENTFERNT_IST wieder. Es kam natürlich nicht am nächsten Tag an und es war sogar aus irgendeinem Grund noch nicht einmal möglich, das ganze am Samstag zuzustellen, was mir die Tante vom Paketdienst lang und breit und angeblich auch logisch erklärte!

Ich habe also meinen Kunden angerufen und seinem Assistenten gesagt, daß der Akku aufgrund von Problemen beim Paketdienst leider erst Montag ankommt. Daß ich verstehen kann, daß das für ihn ungünstig ist, aber daß es außerhalb meines Einflußbereiches passiert ist. Ich habe ihm sofort von mir aus zugesagt, daß in diesem Fall für ihn natürlich nur der ursprünglich angebotene Preis von 9,90€ fällig wäre, da die Espresslieferung ja nicht geklappt hätte. Obwohl ich wußte, daß ich von meinem Lieferanten, der für die Sache genau so wenig konnte, weder das Porto noch den Mindermengenzuschlag zurückbekommen würde. Obwohl ich noch nicht sicher war, ob es sich lohnt, sich mit einem Paketdienst um ein paar Euro Mindermengenzuschlag zu streiten. Er sollte für die Akkus nur noch das bezahlen, was er bezahlt hätte, wenn der Akku ganz normal bestellt worden wäre.
Damit wäre der Deal für uns 0:0 ausgegangen. Wir hätten nichts an den Akkus verdient, hätten aber (außer meiner Arbeitszeit) auch nichts draufgelegt…

Eine Stunde später rief mich sein Assistent zurück, sein Chef wolle die Bestellung gerne stornieren. Ich habe dem Herrn recht deutlich gesagt, daß das so einfach nicht ginge und daß ich gerne mit seinem Chef reden würde. Er war natürlich nicht da, also sagte ich, daß ich Montag noch einmal anrufen würde.

Montag ließ der Chef mir dann mitteilen, daß er nicht beabsichtige, mit mir zu reden und daß für ihn die Sache erledigt sei. Man habe den Akku in $50kmWEITER bei C****D gekauft, die hätten den sofort auf Lager gehabt (für 15€, Anm. d.Autors), und ich solle mir nicht einbilden, wir hätten keine Konkurrenz!

Bei solchem Verhalten könnte ich regelmäßig zu viel kriegen. Man reißt sich ein Bein aus für seine Kunden, recherchiert, weil sie einem nur sehr dürftige Informationen liefern können, bringt zwei alternative und billigere Lösungsvorschläge für ihr Problem, verzichtet aus lauter Nettigkeit noch auf eine schriftliche Bestätigung des Auftrags, und was passiert? Man kriegt einen Arschtritt, weil irgendwas passiert ist, wofür man noch nicht einmal etwas kann.

Kundenlust

Deshalb komme ich so gerne hier her!

Vor ein Tagen bin ich alte Bestellungen durchgegangen, die noch offen sind. Dabei ist mir aufgefallen, daß eine uralte Sonderbestellung noch im Regal lag. Damals hatte ein Kunde einen speziellen Akku für eine schnurlose Munddusche angefragt. Den Akku konnten wir ihm auch bestellen, als der Akku aber kam war leider der Auftrag aus dem System verschwunden. Ich hatte also keinen Namen des Kunden mehr. Mir blieb also nichts anderes übrig als den Akku ins Regal zu legen und zu hoffen, daß der richtige Kunde sich irgendwann beschwert, wann denn endlich sein Akku kommt.

Diesen Akku habe ich also immer noch im Regal gefunden, allerdings mit einem Auftrag samt Namen.

Ich habe also den Kunden angerufen, der auf dem Auftrag stand, ihn zuerst gefragt, ob er überhaupt der richtige sei, und ihm dann gesagt, daß sein Akku immer noch bei uns liegt und auf ihn wartet.

Er hatte den Akku schon vor Wochen abgeholt – passiert, doppelt bestellt – aber gleich festgestellt, daß er leider nicht funktioniert. Er läßt sich nicht aufladen. Ich habe ihn gefragt, ob er den Akku bei uns schon reklamiert habe. Nein, da hätte er noch nicht dran gedacht, er dachte auch, Akkus könnte man gar nicht reklamieren.

Ich habe ihn dann gebeten, doch bei Gelegenheit nochmal mit dem Akku und der Munddusche vorbeizukommen, weil ich mir das doch gerne mal anschauen würde. Ich hatte schon einen Verdacht, was nicht in Ordnung sein könnte.

Er kam dann 2 Tage später, drückte mir die Munddusche in die Hand und ich schaute nach dem Akku. Problem erkannt, 5mm von der Isolierung weggeschnitten, Akku wieder eingelegt, Munddusche rattert vor sich hin.

K: Das war alles?

V: Ja, das war alles. Ich hatte mir das schon gedacht, als wir miteinander telefoniert haben.

K: Sehen Sie, deswegen komme ich so gerne hier her! Sie wissen wenigstens noch, wovon Sie reden, wenn Sie etwas verkaufen. Und geholfen bekommt man bei Ihnen auch immer ganz toll!

Der Tag war gerettet!

Nachbarn

Neuer Dresscode

Ein paar Verbrecher Mädels vom Callcenter haben gerade draußen Raucherpause gemacht, als ich mit dem Auto ankam und mich genau da hinstellen mußte, wo sie sich ein schattiges Plätzchen gesucht hatten.
Als ich ausgestiegen bin und mich entschuldigt habe, daß ich ihre Pause gestört habe, haben wir uns kurz über dieses unerträgliche Wetter unterhalten und daß man doch jetzt eigentlich im Schwimmbad sein sollte.
Ich habe vorgeschlagen, daß wir bei unseren Chefs beantragen sollten, ein Schwimmbad im Hof buddeln zu dürfen.
Eine von den Mädels meinte dazu: “Wir fänden’s ja schon gut, wenn wir im Bikini arbeiten dürften!”

…zum Glück haben sie dann gelacht, als ich entgegnete, wir fänden das noch viel besser wenn sie das dürften! ;)

[Edit] Ja, Schatz, ich weiß, daß Du hier mitliest! ;)

Mein Blog

Die nächste Marke ist geknackt!!!

Danke an alle eifrigen Leser!

Ihr habt es geschafft, innerhalb ca. 2 Wochen 2000 Visits zu generieren!!!

Kundenfrust

Disclaimer

Ich habe gerade eine eMail an die Firmenleitung geschrieben. Ich möchte gerne einen Textbaustein in der Kasse haben, den ich unter einem Kassenbon einfügen kann.

Wortlaut:

Haftungsausschluß:
Der Kunde wurde von unserem Mitarbeiter ausführlich über die Gefahren beim Umgang mit elektrischem Strom, insbesondere bei unsachgemäßer Ausführung von Arbeiten an seiner 230V-Hausinstallation, aufmerksam gemacht.
Die Firma $SHOPNAME kann keinerlei Haftung übernehmen für Sach- oder Personenschäden, die trotz der ausführlichen Hinweise durch den Kunden verursacht wurden.

…das Kürzel für diesen Textbaustein würde ich dann im System als “SK” wie “Suizidkanditat” anlegen… ;)