Archiv für den Monat: April 2010

WörldWeitWeb

Für ein sauberes Internet!

via: Die wunderbare Welt von Isotopp

Kundenlust

Das elektrische Absolute-Ruhe-Gerät

Ein Kollege gibt mir das Telefon mit einem Grinsen im Gesicht.

Ich: $MYSHOP, $OLDSCHOOL am Apparat, was kann ich für Sie tun?
Kunde: Ja, hallo, hier ist Laller!
Ein Stammkunde, immer wieder für witzige Ideen gut!
I: Guten Tag Herr Laller, was kann ich für Sie tun?
K: Ich hätte gerne ein elektrisches Absolute-Ruhe-Gerät! Wissen Sie, ein Gerät, das man im Zimmer aufstellt, und das dann alles Geräusche, wie zum Beispiel Straßenlärm und sowas, neutralisiert!
I: Hmmm, Herr Laller, so etwas gibt es leider nicht so, wie Sie sich das vorstellen. Es gibt zwar sehr teure Kopfhörer, die genau dies tun, aber dafür muß man den Kopfhörer dann auch tragen. Einfach als Gerät, das im Raum steht, funktioniert das nicht. Abgesehen davon, daß diese Kopfhörer auch sehr teuer sind!
K: Aber man kann doch mit einem Mikrofon den Schall aufnehmen, und dann gegenläufige Schallwellen aussenden, die dann den originalen Schall auslöschen!
I: Ja, Herr Laller, in der Theorie funktioniert das auch, aber in der Praxis klappt das halt leider nicht so, wie Sie sich das vorstellen! Diese Gegenschallwellen müßten nämlich so erzeugt werden, daß sie sich genau an der Stelle im Raum, wo sich Ihre Ohren befinden, mit dem eigentlichen Schall auslöschen, aber dafür müßte das Gerät jederzeit genau wissen, wo Sie sich befinden, was das ganze unendlich komplex macht – deshalb klappt das nur mit Kopfhörern!
K: Ach so, und die sind teuer! Ja, dann geht das wohl nicht…Schade! Vielen Dank Herr $OLDSCHOOL, schönes Wochenende!

Kundenlust

Ach, SIE sind das!?!

Ich höre von einem Kollegen nur “Moment mal, da gebe ich Sie mal an
einen Kollegen weiter, der kennt sich da besser aus mit!” und dann
habe ich auch schon das stummgeschaltete Telefon in der Hand.

Ich nehme an und melde mich.

Ich: $MYSHOP, $OLDSCHOOL am Apparat, was kann ich für Sie tun?
[...]
I: Hallo?
[...]
I: Haaalloooo?!?
Ich will gerade wieder auflegen, doch da…
Kunde: Hallo!?!
I: Ja, hallo! $OLDSCHOOL hier!
K: Ja, haben Sie das vorrätig?
I: Es würde helfen, wenn Sie mir sagen würden, was ich
vorrätig haben soll!
K: Die 60er-Schüssel und einen Astra-Block mit 90,2!
I: Also, 60er-Schüsseln haben wir keine, 80er kann ich Ihnen
anbieten, diese hätte ich auch auf Lager. LNBs für Astra haben wir
natürlich auch, aber was meinen Sie mit 90,2?
K: Na, 90,2 muß der doch haben, für Astra!
I: Ach, ich glaube, ich weiß, was Sie meinen: Reden Sie von
19,2°, der Position von Astra 1?
K: Ja, genau, ein Astra-Block mit 90,2!
I: OK, für wieviele Teilnehmer soll der LNB denn sein?
K: Teilnehmer?
I: Wie viele Receiver wollen Sie denn anschließen?
K: Ich will gar keine Receiver, die habe ich schon!
I: Ja, aber wie viele davon möchten Sie an den LNB anschließen?
K: Jürgen, für wieviele Receiver soll der sein? Für einen? OK,
für einen Receiver!
I: Ja, habe ich auch da.
K: Was kostet das denn?
I: Zusammen X Euro.
K: Können Sie mir das reservieren, das wird dann heute oder
morgen abgeholt!
I: Gerne, dann bräuchte ich mal Ihren Namen!
K: Na, der ist doch bei Ihnen im Computer!
I: Ach, Sie sind das? Der eine einzige Kunde, der bei uns im Computer steht? Es tut mir leid, aber wie Sie sich vielleicht vorstellen können, stehen da mehr Leute drin, und ohne Ihren Namen zu wissen hilft es mir wenig, wenn Sie da auch drinstehen.
K: Ja, der Name ist Heinz Paulsen!
I: OK, Herr Paulsen, die Teile sind für Sie reserviert! Vielen Dank!
K: Gut, und können Sie mir jetzt noch sagen, was das kostet?
I: Das sind X Euro, Herr Paulsen.
K: Vielen Dank, auf Wiedersehen.

Lieferanten

Ganz kurz am Herzinfarkt vorbei!

Wer errät warum?

Kundenlust

RTFM!*

Kunde: Guten Tag! Ich brauche so ein Druckerkabel für einen Brother-Drucker. Das müßte ein Kabel von USB auf so einen Paralellport sein!
Ich: OK, einen Moment bitte!

Ich hole ihm das USB-auf-Paralell-Kabel. Wir haben 2 Varianten. Eine, die direkt auf 36-Pol-Centronics geht, also direkt in den Drucker gesteckt werden kann, und eine, die in einer 25-Pol-D-Sub-Kupplung endet. Leider habe ich nur die letztere auf Lager.

I: So, ich habe leider im Moment nur dieses hier auf Lager, das endet in einer D-Sub-Kupplung, passt also nicht direkt in den Drucker, Sie müssen zusätzlich noch das normale Druckerkabel verwenden, dann sollte das funktionieren.
K: So ein normales Druckerkabel habe ich auch nicht!
I: Das haben Sie nicht mehr? OK, dann müßten Sie das noch extra mitnehmen…
K: Ja, das habe ich nicht. Das wurde ja gar nicht mitgeliefert!
I: Ähm…Moment…”mitgeliefert”? Haben Sie den Drucker neu gekauft?
K: Nein, nicht ich, die Uni hat den gekauft!
I: Wer auch immer, aber wurde der Drucker in letzter Zeit neu gekauft?
K: Ja, die Uni hat den vor kurzem gekauft!
I: Und Sie sind sicher, daß der keinen USB-Port hat? Selbst wenn Sie einen Drucker kaufen, der noch einen Paralell-Port hat, was heute schon recht selten ist, eigentlich nur noch bei höherpreisigen Modellen vorkommt, dann hat der eigentlich *immer* auch einen USB-Port. Kurzum: Ich würde meinen Hintern drauf verwetten, daß der Drucker einen USB-Port hat. Wissen Sie, welches Modell Sie genau haben?
K: Nein, das weiß ich nicht, aber ich habe keinen USB-Port gesehen!
I: Dann bleibt mir nichts anderes übrig als Ihnen zu empfehlen, nochmal genau zu gucken, ob Sie nicht doch einen USB-Port finden. Ich weiß, daß die manchmal ziemlich versteckt sind!
K: OK, dann muß ich nochmal gucken und notfalls auch mal im Handbuch nachgucken!

“Notfalls”…soso…Er kauft jedenfalls noch ein paar andere Sachenund fragt dann im Gehen:

K: Oder haben Sie vielleicht einen Brother-Drucker da, daß Sie mal nachsehen können?
I: Mein Problem ist, daß ich sehr viele Brother-Drucker da habe und Sie leider nicht wissen, um was für ein Modell es geht…Sie sagen, die Uni hat ihn gekauft. Wissen Sie, ob er bei uns gekauft ist und wenn ja, von welchem Fachbereich sind Sie denn?
K: Ich weiß nicht, ob der von hier ist. Ich bin von Fachbereich 1.

Ich schaue in unserer Datenbank, FB 1 hat ungefähr 20 verschiedene Kundennummern. Die alle zu durchforsten, ohne sicher zu sein, daß der Drucker überhaupt bei uns gekauft wurde, macht wenig Sinn…

I: Nein, auf dem Weg kommen wir nicht weiter. War das ein Laser- oder Tintendrucker?
K: Laser!
I: OK, hier haben wir eine Liste aller Brother Laserdrucker, die wir im Sortiment haben. Schauen Sie mal, ob sie Ihren erkennen!

Er identifiziert seinen Drucker als Brothr HL-5380DN. Ich suche bei Brother nach der Anleitung, finde die richtige Seite.
Ja, gut, den USB-Port hätte ich wohl auch übersehen, so versteckt wie der da angebracht ist, direkt neben dem Centronics-Anschluß!

Die Druckerhersteller sollten Ihren Druckern echt DIN-A0-Plakate beilegen, auf denen nur formatfüllend draufsteht, daß RJ-45/RJ-11/Mini-DIN und Centronics-Anschlüsse NICHT für den Anschluß an USB gedacht sind! Außerdem sollte der Drucker mit einem Fahrradschloß mit Zahlenkombination im Karton festgekettet sein, zu dem die richtige Kombination ebenfalls auf diesem DIN-A0-Plakat steht, so daß der Käufer es auf jeden Fall auffalten muß!

*RTFM: Wikipedia